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2.5.2008 von Jörg Reiche.
Gitarristen-Ikone Michael Schenker hat es geschafft mit Gary Barden (Vocals), Don Airey (Keyboards) und Simon Phillips (Drums) 3 Musiker des ersten MSG-Albums (1980) für dieses neue Werk ins Studio zurückzuholen. Neil Murray (Bass) komplettiert das Line Up. Alle 12 Songs sind von Michael Schenker und Gary Barden komponiert worden.
In The Midst Of Beauty vermittelt Spielfreude und starke Kompositionen. Gelegentlich sind Anklänge an Deep Purple und Rainbow zu vernehmen, aber das verwundert auch nicht, denn Don Aireys Keyboards haben nun mal diesen unverwechselbaren Sound. Michael Schenkers Gitarrenarbeit hat ihre Faszination über all die Jahrzehnte behalten und er brilliert auch dieses Mal. Gary Bardens rauhe und markante Stimme bildet den Gegenpol zu Michael Schenkers tollen Melodien.
City Lights ist ein mitreißender Opener, Competition und I Want You sind packende Ohrwürmer, Summerdays ist ein ruhiges Stück mit balladesken Elementen. The Cross Of Crosses und I Am The One sind treibende Midtempo-Songs mit super Grooves. Die anderen Tracks haben es auch in sich.
Klasse, dass Gary Barden ins MSG Camp zurückgekehrt ist, seine Stimme lässt sich halt nicht ersetzen!
Weitere Infos findet Ihr auf der offiziellen Website von Michael Schenker: www.michaelschenkerhimself.com
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29.4.2008 von Jörg Reiche.
Das Doppel-Album Snakes & Arrows Live umfasst das komplette Set der Snakes & Arrows Tournee 2007. Es sind 9 Tracks des im April 2007 erschienenen Studio-Ausnahmewerks enthalten. Diese neuen Songs harmonieren gut mit den Klassikern Tom Saywer, YYZ, Limelight, Distant Early Warning, The Spirit Of Radio und vielen mehr. Es war ebenso eine gute Idee die lange nicht mehr live präsentierten Perlen Mission, Circumstances, A Passage To Bankok, Entre Nous, Witch Hunt und Digital Man ins Programm aufzunehmen.
Auf einzigartige Weise begeistern Neil Peart, Alex Lifeson und Geddy Lee ihre treuen Fans auch nach über 3 Jahrzehnten des Tourens mit ihrer Spielfreude und musikalischen Sonderstellung. Natürlich sind die Publikumsreaktionen dieses Mal nicht so enthusiastisch wie auf auf dem Rush In Rio Live-Album (2003), aber das war auch nicht zu erwarten, denn die Aufnahmen stammen von den beiden Konzerten am 16./17.10.2007 in Rotterdam. Neil Peart’s Drum-Solo heißt deshalb auch De Slagwerker und er setzt auch hier neue Akzente. Es sind Elemente und Drum-Samples herauszuhören, die auf vorherigen Live-Alben nicht in sein Solo integriert waren.
Rush sind im Studio sensationell und live atemberaubend. Dieses Doppel-Album hat einen klasse Sound und es macht Appetit auf die visuelle Umsetzung der beiden Konzerte auf DVD. Diese wird Ende des Jahres erscheinen und mit Sicherheit die aufwändige Light-/Lasershow sowie die im Bühnen-Hintergrund eingespielten Video-Clips mit einfangen.
CD 1: Limelight, Digital Man, Entre Nous, Mission, Freewill, The Main Monkey Business, The Larger Bowl, Secret Touch, Circumstances, Between The Wheels, Dreamline, Far Cry, Workin’ Them Angels, Armor And Sword
CD 2: Spindrift, The Way The Wind Blows, Subdivisions, Natural Science, Witch Hunt, Malignant Narcissism - De Slagwerker, Hope, Distant Early Warning, The Spirit Of Radio, Tom Sawyer, One Little Victory, A Passage To Bangkok, YYZ
Weitere Infos zu Rush könnt Ihr auf der von mir betreuten Website finden: www.rush.de
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25.10.2007 von Jörg Reiche.
Das kanadische Trio Rush hat 11.000 Besucher in der Oberhausener König Pilsener Arena begeistert. Das 3 stündige Programm (plus 20 minütiger Pause) enthielt eine mutige Setlist, denn es waren einige Songs im Programm, die lange nicht mehr live präsentiert worden sind. A Passage To Bankok, Circumstances, Entre Nous, Witch Hunt, Digital Man und Mission wurden dieses Mal gespielt, auf Klassiker wie 2112, Closer To The Heart, The Trees, La Villa Strangiato, Red Sector A und The Big Money wurde verzichtet. Beachtlich war auch, dass 9 Songs vom aktuellen Snakes & Arrows Album in die Setlist aufgenommen wurden.

Neil Peart’s grandioses Drum Solo folgte im Anschluss an Malignant Narcissism und danach hat Alex Lifeson mit dem akkustischen Instrumental Hope ein Gitarrensolo dargeboten. Die aufwändige Light- und Lasershow ist kaum zu übertreffen, die neuen Videoeinspielungen waren wieder sehr eindrucksvoll und häufig lustig. Nicht nur die imposante Bühnentechnik, sondern gerade die Spielfreude und das sympathische Auftreten der Band hat den Funken überspringen lassen.
Auf den letzten beiden Tourneen wurden Wäschetrockner und Verkaufsautomaten auf Geddy Lee’s Seite als Gegenpart zu den Verstärkertürmen auf Alex Lifeson’s Seite platziert. Auf dieser Tour haben 3 große Hähnchengrills diesen Platz eingenommen. Das hat Appetit auf weitere Konzerte gemacht. Rush, kommt auf der nächsten Tour bitte wieder!

Set 1: Limelight, Digital Man, Entre Nous, Mission, Freewill, The Main Monkey Business, The Larger Bowl, Secret Touch, Circumstances, Between The Wheels, Dreamline
Set 2: Far Cry, Workin’ Them Angels, Armor And Sword, Spindrift, The Way The Wind Blows, Subdivisions, Natural Science, Witch Hunt, Malignant Narcissism, Drum Solo, Hope, Distant Early Warning, The Spirit of Radio, Tom Sawyer
Zugaben: One Little Victory, A Passage to Bangkok, YYZ
Weitere Infos zu Rush findet Ihr auf der von mir betreuten Website: http://www.rush.de
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22.8.2007 von Jörg Reiche.

Der Bandname Heaven & Hell ist zunächst ungewohnt, denn er steht sonst für einen Albumtitel von Black Sabbath. Dieser Bezug ist mit Absicht gewählt worden, denn hinter Heaven & Hell verbergen sich Black Sabbath im Line Up mit Ronnie James Dio. Sie konnten ihren eigentlichen Bandnamen nicht verwenden, denn dieser ist für die im nächsten Jahr geplante Reunion des Original Line Ups mit Ozzy Osbourne vorgesehen. Das ist auch nicht weiter schlimm, denn diese Formation kann sich so live auf das eigene Material konzentrieren und braucht nicht die alten Klassiker aus der Ozzy-Zeit spielen.
Ronnie James Dio (Sänger), Tony Iommi (Gitarrist), Geezer Butler (Bassist) und Vinny Appice (Drummer) haben bereits Mob Rules (1981), Live Evil (1983) und Dehumanizer (1992) eingespielt. Bill Ward, der Original-Drummer von Black Sabbath, hat 1980 das besagte Heaven & Hell Album eingetrommelt. Er war zu Beginn dieser Reunion kurz mit dabei, ehe sein Dauer-Nachfolger wieder für ihn eingesprungen ist.
Ronnie James Dio ist definitiv der ausdrucksstärkste Sänger im traditionellen Heavy Metal, Tony Iommi’s dunkle Gitarrenriffs haben auch nach fast vier Jahrzehnten nichts von ihrer Magie eingebüßt und die Rhythmussektion ist mit Geezer Butler und Vinny Appice super aufgestellt.
Die Setlist des Konzertes, das am 30. März in der Radio City Music Hall in NYC aufgenommen wurde, enthält die Highlights der bisherigen drei Studioalben aus der Dio-Zeit. Darüber hinaus wurden mit The Devil Cried und Shadow Of The Wind zwei neue Tracks aus der Anfang dieses Jahres veröffentlichten Black Sabbath - The Dio Years CD live dargeboten.
Man mag darüber streiten, ob der tragende Song After All (The Dead) ein geeigneter Opener ist, hier hätten die Herren ein schnelleres Stück wählen sollen. Der zweite Track The Mob Rules ist der eigentliche Opener, gefolgt vom mystischen Children Of The Sea. Fast vergessene Perlen wie Lady Evil, Die Young und Lonely Is The World haben es diesmal in die Setlist geschafft, natürlich sind die Klassiker The Sign Of The Southern Cross, Voodoo, Heaven And Hell und Neon Knights ebenso vertreten. Die drei ausgewählten Songs aus dem Dehumanizer Album kommen hier wesentlich dynamischer rüber als in der Studioversion.
Die vorliegende Doppel-Live-CD ist grandios, ich vermute, dass die dazugehörige DVD dem in nichts nachsteht. Wer braucht eigentlich noch Black Sabbath im Original Line Up mit Ozzy Osbourne?
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1.7.2007 von Jörg Reiche.
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Herman Rarebell hat vor 3 Jahren mit seiner Ehefrau Claudia Raab (Saxofon) ein interessantes Jazz/Pop-Fusion Album mit dem Titel The Rhythm Of Art veröffentlicht. Mit I’m Back! meldet sich der legendäre Ex-Drummer der Scorpions nun mit einem erdigen Hardrock-Album zurück.
Die Songs sind von ihrer Stilistik an die 80er Jahre angelehnt, wobei Herman Rarebell nicht den Fehler begangen hat seine ehemaligen Bandkollegen zu imitieren. Claudia Raab ist auch dieses Mal wieder dabei und setzt mit ihrem für Rockmusik untypischen Instrument Akzente. Sänger Stefan Erz hat eine super Rockröhre, bei 3 Songs singt Herman Rarebell selbst, hochkarätige Studiomusiker ergänzen das Line Up.
Take It As It Comes und Don’t Lose Your Trust sind starke Midtempo-Rocksongs, Rough Job hat eine humorvolle Komponente, denn hierbei geht es um Frauen, die Telefonsex an den Mann bringen. Let Me Rock You hält was der Titel verspricht bevor die eingängige Ballade Your Love Is Hurting dem Hörer eine kleine Verschnaufpause ermöglicht. Freak Show ist ein weiteres Highlight und setzt sich kritisch mit dem täglichen Talk-Show-Horror auseinander. Das moderne Arrangement des Scorpions - Klassikers Rock You Like A Hurricane ist zunächst ungewohnt, offenbart aber interessante neue Facetten dieses grandiosen Stückes. Das Album endet mit dem vom Country beeinflussten Titelsong I’m Back.
Das Comeback von Herman Rarebell ist gelungen, hoffentlich folgen weitere Alben.
Für meine Radiosendung Rock Bottom konnte ich am 27.06.2007 ein Telefoninterview mit Herman Rarebell führen. Ihr könnt es euch auch hier anhören: Herman Rarebell Interview MP3-File
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16.6.2007 von Jörg Reiche.
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Ein guter Wein muss reifen, diese Weisheit gilt auch für gute Rockmusik. Der Titel des neuen Dream Theater Albums Systematic Chaos ist Programm, denn zunächst nimmt der Hörer das “Chaos” wahr. Das sind in diesem Fall die komplexen Kompositionen, die sich durch stakkatohafte Tempowechsel und verschachtelte Songstrukturen auszeichnen. Die “Systematik” hingegen besteht aus tollen Melodien und mitreißenden Arrangements, die sich nach einigen Hördurchläufen herauskristallisieren.
Dream Theater haben bei diesem neuen Werk bewusst Elemente von anderen Bands eingebunden, diese haben den Charakter von musikalischen Zitaten und wirken als interessante Farbtupfer innerhalb der eigenen Stilistik. Systematic Chaos ist härter als das Vorgängeralbum Octavarium. John Petrucci’s Gitarrenarbeit orientiert sich an den 90er Jahre Alben der Band, er lässt seiner Inspiration wieder freien Lauf. James LaBrie variiert seinen Gesang sehr stark, er passt sich den Erfordernissen der verschiedenartigen Kompositionen an und interpretiert sie sehr emotional und überzeugend. Es ist schwer zu verstehen, warum James LaBrie angeblich bei den Fans und bei seinen Bandkollegen als Sänger umstritten sein soll. Die Keyboards sind wohl akzentuiert eingesetzt worden. Jordan Ruddess verleiht den Tracks Variabilität anstatt sie mit störenden Klangteppichen zuzudecken. Mike Portnoy’s Fähigkeiten als Schlagzeuger dürften hinlänglich bekannt sein.
8 Songs verteilen sich auf eine Gesamtspielzeit von 78 Minuten. Systematic Chaos startet mit In The Presence Of Enemies - Part I, einem für Dream Theater typischen Epic-Song. Forsaken ist ein eingängiger kurzer Song. Constant Motion verfügt über Heavyness und erinnert vom Gesang streckenweise an Metallica. The Dark Eternal Light ist ebenfalls heavy und mit vielen Tempowechseln versehen. Der getragene Song Repenence dürfte von Pink Floyd inspiriert worden sein. Prophets Of War bildet in seiner Kompaktheit den Übergang zu den beiden folgenden Epics The Ministry Of Lost Souls und In The Presence Of Enemies - Part II.
Breitband-Metal vom Feinsten.
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28.5.2007 von Jörg Reiche.
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Mit Humanity - Hour I haben die Scorpions ihr erstes Konzeptalbum veröffentlicht, es geht hierbei um Menschheit und Menschlichkeit im weiteren Sinn.
Man merkt es diesem Album an, dass es in Los Angeles mit zwei Top-Produzenten (James Michael und Desmond Child) ausgearbeitet wurde. Jeder der 12 Tracks wurde entweder von Rudolf Schenker, Klaus Meine oder Matthias Jabs in Zusammenarbeit mit verschiedenen externen Songschreibern komponiert. Dieses ist für die Scorpions in dieser Form ein neuer Arbeitsprozess gewesen, denn sonst waren die meisten Songs Schenker / Meine - Kompositionen. Mit Sicherheit haben diese außenstehenden Leute neue Ideen und neuen Schwung in den kreativen Prozess gebracht.
Das Vorgängeralbum Unbreakable war härter und rockiger als Humanity - Hour I, dafür sind die Kompositionen dieses Mal vielschichtiger und melodiöser angelegt. Das Album klingt trotz der Vielseitigkeit in sich stimmig und aus einem Guss. Das liegt auch daran, dass auf die sonst häufig praktizierte Trennung zwischen Balladen und Rocksongs verzichtet wurde. Rockelemente und balladeske Anteile verschmelzen vielmehr zu einer ausgewogenen und interessanten Einheit. Die Songs Hour I, The Game Of Life, You’re Loving Me To Death, 321 und The Cross tendieren dabei mehr in die Rockrichtung, bei den Songs The Future Never Dies, Love Will Keep Us Alive, Your Last Song und Humanity kommen eher die balladesken Stärken der Band zur Geltung.
Gut gemacht Jungs, ich bin schwer begeistert!
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27.5.2007 von Jörg Reiche.
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Ken Hensley hat auf Blood On The Highway die Lebenserfahrungen, die er in seiner Zeit als Keyboarder bei Uriah Heep gesammelt hat (1970-1980), im Rahmen eines Konzept-Albums vertont. Mit Jorn Lande, John Lawton, Glenn Hughes und Eve Gallagher sind hochkarätige Stimmen engagiert worden, die seine Story abwechslungsreich und ausdrucksstark interpretieren. Einige Songs singt Ken Hensley selbst.
Musikalisch knüpft Blood On The Highway genau an die Zeit an, die Hensley autobiografisch beschreibt. Sein “Ensemble” präsentiert die gute alte Keyboard geschwängerte 70er Jahre Rockmusik. Die Arrangements und der Sound sind dabei in einem modernem Gewand. Der Funke springt schnell auf den Hörer über, man merkt es dem Album an, dass es den beteiligten Musikern Spaß gemacht hat zusammen zu arbeiten.
(This Is) Just The Beginning (Vocals: Jorn Lande) und We’re On Our Way (Vocals: Ken Hensley / Jorn Lande) sind straighte Rocknummern. Das Titelstück Blood On The Highway (Vocals: Jorn Lande) ist eher getragen und hat einen angenehmen Groove. Think Twice klingt ein wenig wie ein Tina Turner Song (Vocals: Eve Gallagher). Der ehemalige Uriah Heep Sänger John Lawton verleiht It Won’t Last sein Stimmorgan. What you Gonna Do und der episch-bombastische Track The Last Dance werden durch Glenn Hughes Stimme veredelt, vom gesanglichen Aspekt sind dieses die besten Stücke.
Wer auf den klassischen Hardrock der 70er Jahre steht, sollte sich dieses Album unbedingt zulegen.
Ihr könnt euch unter www.rockbottom-music.de/interviews/ken.mp3 ein Ken Hensley - Interview anhören, dass ich für meine Radiosendung anlässlich dieser Veröffentlichung habe führen können.
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29.4.2007 von Jörg Reiche.
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Snakes & Arrows klingt frisch, modern und direkt. Dieses mag zum einen daran liegen, dass dieses Album innerhalb von nur 30 Tagen aufgenommen wurde. Zum anderen hat der junge Produzent Nick Raskulinecz sicherlich großen Anteil daran, schließlich hat er zuletzt mit einigen jüngeren Bands erfolgreich zusammen gearbeitet gehabt, wie z.B. Foo Fighters, Stone Sour und Velvet Revolver.
Auf diesem neuen Werk wurde wieder auf Keyboards und Synthesizer verzichtet. Alex Lifeson’s Gitarrensound ist kräftig, seine Gitarrensoli sind wohl dosiert eingesetzt worden. Neil Peart gehört zu den wenigen Drummern die mit ihrem Schlagzeug nicht nur Rhythmus erzeugen können, sondern die Songs mit vielfältigen Facetten bereichern. Das Hauptthema seiner Texte befasst sich dieses Mal mit Religion und ihren verschiedenen Erscheinungsformen. Geddy Lee’s einzigartige Stimme und seine wunderschönen Gesangsharmonien bilden auf Snakes & Arrows wieder das unverwechselbare Markenzeichen von Rush.
Der Openener Far Cry bleibt relativ schnell im Gehörgang haften, die meisten anderen Tracks benötigen einige Hördurchläufe um die verborgene Komplexität innerhalb der kompakten Songs zu erfassen. Armor And Sword basiert auf einem starken Gitarrenriff und hat dabei Hymnencharakter. Workin’ Them Angels und The Larger Bowl sind ähnlich anspruchsvolle Songs, Spindrift hingegen vermittelt eine leicht düstere Atmosphäre. The Way The Wind Blows hat einen super Groove und erinnert vom Riff an den Song Driven vom Test For Echo Album. Gerade bei den grandiosen Instrumentalstücken The Main Monkey Business und Malignant Narcissism wird das perfekte Zusammenspiel von Neil Peart, Alex Lifeson und Geddy Lee deutlich. Es ist auf diesem Album kein einziger Ausfall festzustellen, jede der 62 Minuten Spielzeit hat ihre Berechtigung.
Weitere Infos zu Rush findet Ihr auf der von mir betreuten offiziellen deutschen Website der Band: www.rush.de
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