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Heaven & Hell “Radio City Music Hall, Live 2007″ (VÖ: 24.08.2007)

Der Bandname Heaven & Hell ist zunächst ungewohnt, denn er steht sonst für einen Albumtitel von Black Sabbath. Dieser Bezug ist mit Absicht gewählt worden, denn hinter Heaven & Hell verbergen sich Black Sabbath im Line Up mit Ronnie James Dio. Sie konnten ihren eigentlichen Bandnamen nicht verwenden, denn dieser ist für die im nächsten Jahr geplante Reunion des Original Line Ups mit Ozzy Osbourne vorgesehen. Das ist auch nicht weiter schlimm, denn diese Formation kann sich so live auf das eigene Material konzentrieren und braucht nicht die alten Klassiker aus der Ozzy-Zeit spielen.

Ronnie James Dio (Sänger), Tony Iommi (Gitarrist), Geezer Butler (Bassist) und Vinny Appice (Drummer) haben bereits Mob Rules (1981), Live Evil (1983) und Dehumanizer (1992) eingespielt. Bill Ward, der Original-Drummer von Black Sabbath, hat 1980 das besagte Heaven & Hell Album eingetrommelt. Er war zu Beginn dieser Reunion kurz mit dabei, ehe sein Dauer-Nachfolger wieder für ihn eingesprungen  ist.

Ronnie James Dio ist definitiv der ausdrucksstärkste Sänger im traditionellen Heavy Metal, Tony Iommi’s dunkle Gitarrenriffs haben auch nach fast vier Jahrzehnten nichts von ihrer Magie eingebüßt und die Rhythmussektion ist mit Geezer Butler und Vinny Appice super aufgestellt.

Die Setlist des Konzertes, das am 30. März in der Radio City Music Hall in NYC aufgenommen wurde, enthält die Highlights der bisherigen drei Studioalben aus der Dio-Zeit. Darüber hinaus wurden mit The Devil Cried und Shadow Of The Wind zwei neue Tracks aus der Anfang dieses Jahres veröffentlichten Black Sabbath - The Dio Years CD live dargeboten.

Man mag darüber streiten, ob der tragende Song After All (The Dead) ein geeigneter Opener ist, hier hätten die Herren ein schnelleres Stück wählen sollen. Der zweite Track The Mob Rules ist der eigentliche Opener, gefolgt vom mystischen Children Of The Sea. Fast vergessene Perlen wie Lady Evil, Die Young und Lonely Is The World haben es diesmal in die Setlist geschafft, natürlich sind die Klassiker The Sign Of The Southern Cross, Voodoo, Heaven And Hell und Neon Knights ebenso vertreten. Die drei ausgewählten Songs aus dem Dehumanizer Album kommen hier wesentlich dynamischer rüber als in der Studioversion.

Die vorliegende Doppel-Live-CD ist grandios, ich vermute, dass die dazugehörige DVD dem in nichts nachsteht. Wer braucht eigentlich noch Black Sabbath im Original Line Up mit Ozzy Osbourne?

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