Dream Theater “Systematic Chaos” (VÖ: 01.06.2007)

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Ein guter Wein muss reifen, diese Weisheit gilt auch für gute Rockmusik. Der Titel des neuen Dream Theater Albums Systematic Chaos ist Programm, denn zunächst nimmt der Hörer das “Chaos” wahr. Das sind in diesem Fall die komplexen Kompositionen, die sich durch stakkatohafte Tempowechsel und verschachtelte Songstrukturen auszeichnen. Die “Systematik” hingegen besteht aus tollen Melodien und mitreißenden Arrangements, die sich nach einigen Hördurchläufen herauskristallisieren.

Dream Theater haben bei diesem neuen Werk bewusst Elemente von anderen Bands eingebunden, diese haben den Charakter von musikalischen Zitaten und wirken als interessante Farbtupfer innerhalb der eigenen Stilistik. Systematic Chaos ist härter als das Vorgängeralbum Octavarium. John Petrucci’s Gitarrenarbeit orientiert sich an den 90er Jahre Alben der Band, er lässt seiner Inspiration wieder freien Lauf. James LaBrie variiert seinen Gesang sehr stark, er passt sich den Erfordernissen der verschiedenartigen Kompositionen an und interpretiert sie sehr emotional und überzeugend. Es ist schwer zu verstehen, warum James LaBrie angeblich bei den Fans und bei seinen Bandkollegen als Sänger umstritten sein soll. Die Keyboards sind wohl akzentuiert eingesetzt worden. Jordan Ruddess verleiht den Tracks Variabilität anstatt sie mit störenden Klangteppichen zuzudecken. Mike Portnoy’s Fähigkeiten als Schlagzeuger dürften hinlänglich bekannt sein.

8 Songs verteilen sich auf eine Gesamtspielzeit von 78 Minuten. Systematic Chaos startet mit In The Presence Of Enemies - Part I, einem für Dream Theater typischen Epic-Song. Forsaken ist ein eingängiger kurzer Song. Constant Motion verfügt über Heavyness und erinnert vom Gesang streckenweise an Metallica. The Dark Eternal Light ist ebenfalls heavy und mit vielen Tempowechseln versehen. Der getragene Song Repenence dürfte von Pink Floyd inspiriert worden sein. Prophets Of War bildet in seiner Kompaktheit den Übergang zu den beiden folgenden Epics The Ministry Of Lost Souls und In The Presence Of Enemies - Part II.

Breitband-Metal vom Feinsten.    

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